Helmut Orosz: Von 'DSDS' auf die Straße

Helmut Orosz: Von 'DSDS' auf die Straße

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Helmut Orosz (c) Picture Alliance

Helmut Orosz (37) tourt als Straßenmusiker durch Deutschland.

Der Musiker landete 2010 auf dem sechsten Platz der Castingshow ‚DSDS‘, wurde dann aber aus der Sendung geschmissen, nachdem er beim Schnupfen von Kokain erwischt worden war. Was danach mit ihm passiert ist? ‚BILD‘ hat ihn auf der Straße in Paderborn getroffen. Dort tritt er mindestens einmal die Woche mit seiner Gitarre auf und begeistert die Einkaufslustigen mit seiner Musik. Er sei auf das Geld angewiesen, habe aber glücklicherweise auch viel Spaß dabei, wie Helmut versicherte: „Ich schäme mich nicht, auf der Straße zu spielen. Im Gegenteil, ich genieße es. Auch wenn mich natürlich meine finanzielle Situation dazu zwingt. Aber bevor ich Hartz IV beantrage, verdiene ich mir mein Geld lieber als Musiker auf der Straße. Ich habe auch Auftritte mit meiner Band, aber davon kann ich nicht leben. Als Straßensänger verdiene ich dagegen rund 60 Euro in der Stunde. Und Spaß habe ich auch noch dabei.“

Paderborn ist aber nicht die einzige Stadt, in der sich Helmut herumtreibt und seine Lieder trällert – so ist er auch regelmäßig in Graz und Hamburg, wo er noch immer von Menschen erkannt und um gemeinsame Fotos gebeten wird: „Ja, überraschend oft sogar. Auch wenn ich mir die Mütze tief ins Gesicht gezogen habe. Ich komme dann mit den Leuten ins Gespräch und mache mit ihnen Fotos. Die positive Resonanz der Leute tut mir gut.“

Dem Leben auf den großen Bühnen trauert Helmut gar nicht hinterher, denn auf der Straße oder in Kneipen könne er eine ganz eigene, besondere Verbindung zu den Menschen aufbauen, die ihm zuhören, wie er der ‚Augsburger Allgemeinen‘ versicherte: „Es gefällt mir sogar besser, wenn ich meinen Fans in die Gesichter schauen kann und sehe, wie sie auf meine Musik reagieren. Außerdem bin ich jetzt nicht mehr alleine unterwegs, sondern mit meinem langjährigen Freund und Produzenten Ricardo Alves. Und er unterstützt mich nicht nur musikalisch…“